Ergebnisse der Mitgliederbefragung Frühjahr 2018

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Teil 2 - Die Zukunft der Raumbergerinnen und Raumberger

Dieser Teil beschäftigt sich mit den Aussagen zur Zukunft - sowohl bezogen auf den Verband, als auch auf die künftigen Anforderungen an Schülerinnen und Schüler sowie den Absolventinnen und Absolventen.

Teil 1 der Auswertung "Datengrundlagen, Kompetenzen und die Frage "Sind Raumberger wirklich überall?" befindet sich anschließend.

Die Landwirtschaft befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel: Sei es auf kurze Sicht im Wechsel der Jahreszeiten oder auf lange Sicht, in der Anpassung an Veränderungen natürlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das landwirtschaftliche Bildungswesen versucht dabei notwendige Kompetenzen zu vermitteln – muss aber auch die notwendige Flexibilität beinhalten, um auf diesen ständigen Veränderungsprozess entsprechend reagieren und agieren zu können.

In Hinblick auf die zukünftigen Kompetenzfelder, die Absolvierende unserer Schule umfassen sollen, wurden in der Befragung 65 Antworten durch eine offene Frage gesammelt. Nachstehend sind die Antworten in Schwerpunkte kategorisiert und gereiht.

Nachhaltigkeit/Umwelt: Die Anpassung und die Verringerung des Klimawandels (weitere drei explizite Nennungen), der Umgang mit natürlichen, endlichen Ressourcen und die Nutzung dieser ist die meistgenannte (13) Antwort. Es unterstreicht die aktuelle Ausrichtung der HBLFA ua. mit der Schaffung der Fachrichtung Umwelt- und Ressourcenmanagement.

Soziale Kompetenz: Eine Kompetenz die bereits aktuell sehr gut in Raumberg vermittelt wird (siehe Teil 1) wird auch künftig zentral sein: Sei es im Umgang mit unterschiedlichen Interessensgruppen der Öffentlichkeit oder innerhalb der Berufsgruppe.

Querschnitt/vernetztes Denken: Unter dem Schlagwort interdisziplinäre (verschiedene Fachbereiche) oder auch transdisziplinäre (verschiedene Fachbereich und Öffentlichkeiten) Kompetenz steckt die Fähigkeit Wechselwirkungen zu erkennen und Verbindungen zwischen einzelnen Themen, Herausforderungen und Lösungen zu finden.

Sprachen: Eine wichtige Fertigkeit in einer immer vernetzten Welt – Sich ausdrücken und verstehen zu können, soll - sowohl in Mutter- als auch Fremdsprache - Tür und Tor öffnen.

Digitalisierung: Die Vernetzung, Sammlung von Daten und Auswertung dieser muss von einer Gesellschaft begleitet werden, die dies bewusst anwendet und die Vorteile der Entwicklung ausnützt. 

Was vor allem aus der Umfrage abzuleiten ist, betrifft notwendige Verbesserungen innerhalb des Verbands. Tendenziell konnte zwischen der Befragung im Jahr 2015 und 2018 eine rückläufige Zufriedenheit bei den direkten Interaktionen (Treffen auf Bundes- und Landesebene etc.) festgestellt werden. Vor allem der hohe Anteil Derjenige, die keine Angaben machen konnten, schließt auf eine nur geringe Bekanntheit und geringe Aufmerksamkeit bezogen auf die Treffen.

Dementsprechend wurde nach Verbesserungen des Absolventenverbands gefragt. Generelle wünschen die Mitglieder laut Umfrage mehr regionale Treffen. Mit Abstand wurde diese am meisten nachgefragt. Der Onlinefragebogen war bei Abgabe dieser Antwort soweit vorbereitet um eine Nachfrage zu stellen, ob die Personen, die sich regionale Treffen wünschen auch bereit wären solche zu organisieren. Dabei sagten nur 25% der Antworter, dass sie sich vorstellen könnten, solche regionalen Treffen zu organisieren.

Anzahl der Befragten (n=293)
Anzahl der Befragten (n=293)

Der weitere Fokus auf die Treffen wurde inhaltlich gelegt, um einen Überblick zu bekommen, was von den Absolventinnen und Absolventen gewünscht wird. Vor allem die die Besichtigung von Betrieben fand dabei Zuspruch. Insgesamt konnte so festgehalten werden, dass Treffen nachgefragt werden und das ein Wunsch nach Informationen, Einblicken und Netzwerken gegeben ist.

Fazit und Auftrag:

Für den Verband bedeuten die Ergebnisse, dass es ein grundsätzliches Interesse an Treffen gibt. Die bekannten Herausforderungen (bundesweiter Verband, Mitglieder mit zeitliche begrenzte Ressourcen) müssen durch spannende Inhalte kompensiert werden – nur so kann ein Anreiz geschaffen werden, um Netzwerke im persönlichen Austausch aufbauen zu können.

Wichtig in Hinsicht auf regionale Treffen ist es, engagierte Personen zu finden und in ihren möglichen Tätigkeiten zu unterstützen.

 

Vorschau Teil 3: Zufriedenheit und Wünsche im Bereich Rundschau und Webseite sowie Meinung über die HBLFA Raumber-Gumpenstein.

15.10.2018 CO

Teil 1 - Datengrundlagen, Kompetenzen und die Frage "Sind Raumberger wirklich überall?

Um Rückmeldung zu Verband und Schule einzuholen und ein aktuelles Bild über die Absolventinnen und Absolventen zeichnen zu können, wurde im Frühjahr eine Umfrage durch den Verband gestartet. Erste Ergebnisse geben Einblicke in Berufsleben, Meinung zum Absolventenverband zur Kompetenzvermittlung an der HBLA Raumberg-Gumpenstein.

Verteilung der beruflichen Tätigkeiten (n=283)

Den viel verwendeten Spruch: „Die Raumberger findet man überall“ kann durch die Ergebnisse der Online-Umfrage voll zugestimmt werden. Durch die hohe Rückmeldung und die somit insgesamt über 10.000 gesammelten Datenpunkte und einer Altersverteilung, die der Verbandsstruktur entspricht kann von einer sehr repräsentativen Umfrage ausgegangen werden. Zu allen abgefragten Berufszweigen – von Medizin bis Handel – wurde bei einer Stichprobe von 283 Absolventen eine Rückmeldung verzeichnet. Dieses, auch bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr 1987 festgestellte Bild, zeigt zwar, dass nur rund 15% der Absolventen direkt in der Landwirtschaft tätig sind, gesamt jedoch rund 44% angegeben haben nach wie vor mit der Landwirtschaft verbunden zu sein (Nebenerwerb etc.).

Anzahl der Nennungen (n=289)

Festzustellen ist auch ein hoher Anteil an Absolventen, die im Anschluss an Raumberg eine Universität abgeschlossen haben. Dabei ist spannend, dass der Anteil von rund 28% bei den gruppierten Maturajahrgängen sowohl vor als auch nach dem Jahr 2000 konstant geblieben ist. Hinzugekommen sind jedoch junge Absolventen, die Fachhochschulen besucht haben.

Von den Personen die ein Studium abgeschlossen habe, belegten 51% die Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien. Unter den  

Absolventenverband - Rückmeldung

Wie bewertest Du die derzeitigen Angebote des Absolventenverbands? (n=236)

In Bezug auf den Absolventenverband können vor allem zwei Ergebnisse festgestellt werden: Zum einen konnte die hohe Zufriedenheit mit der Rundschau gegenüber der im Jahr 2015 durchgeführten Befragung erneut gesteigert werden. Weiterführende Anregungen sind dabei seitens des Vorstands vor allem bei Anregungen zu Artikel (z.B. zu Raumberger Persönlichkeiten) sehr erwünscht.

Zum anderen wird ein hohes Verbesserungspotential vor allem im Bereich der Treffen auf den unterschiedlichen Ebenen gesehen. Gerade diese wichtige Möglichkeit für Austausch und Vernetzung – auch über Generationen hinweg – wird vorwiegend neutral bewertet bzw. es können keine Angabe gemacht werden. Erste, auch im Vorstand besprochene Veränderungen wurden in weiter Folge abgefragt und sollen in die weitere Planung miteinfließen. Diese Rückmeldung wird als Auftrag für das kommende Jahr gesehen. Gesamt gab es aber viel positive Rückmeldung – im speziellen auch für die Webseite und die Jobbörse. Die weiteren und detaillierteren Ergebnisse zu Mitgliedsbeitrag, regionale Treffen und Webseite werden im Sommer auf raumberger.at veröffentlicht.

Kompetenzvermittlung - HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Im Abschnitt mit Fragen zur schulischen Ausbildung wurde zunächst eine Einschätzung hinsichtlich der vermittelten Kompetenzen in der HBLA Raumberg-Gumpenstein abgefragt. In der Abbildung ist die Einschätzung der Befragten zu den einzelnen Kompetenzfeldern ersichtlich. Dabei bedeutet 1, dass diese Kompetenz in sehr hohem Maße entwickelt wurde -  5 bedeutet, dass sie gar nicht weiterentwickelt wurde.

Die blaue Linie zeigt dabei die Antworten der Stichprobe (n=202) und die grüne, die darin enthaltenen Absolventen, die jünger als das Maturajahr 2000 sind. Vor allem die Bereiche Persönlichkeits- und Sozialkompetenz zeigen sehr gute Rückmeldungen. Dies auch im Vergleich mit einer ähnlich durchgeführten Umfrage an der Universität für Bodenkultur

Anteil derjeniger, die mit „ (1) in sehr hohem Maße oder (2) in hohem Maße beantwortet haben.
(n=220) - alle Antworten in blau (m=220) - davon Junge Absolventen in orange (n=130)

28.07.2018 CO