Leute 2014

Rudolf Muhr MJ 1970 - Steirer des Tages 4. Dezember 2014

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/steirerdestages/4611323/Steirer-des-Tages_Kaempfer-fur-die-Sprache

Der Raumberger Absolvent Assistenzprofessor Mag. Dr. Rudolf Muhr leitet an der Karl-Franzens-Universität Graz die Forschungsstelle Österreichisches Deutsch. Anlässlich der heurigen "Wahl des Unwortes 2014" wurde er in der Kleinen Zeitung am 4. Dezember 2014 als "Steirer des Tages" vorgestellt.
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Christina Suchan MJ 2010 berichtet aus Kanada

Die unendlichen Weiten Canadas

Schon während meines Studiums an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik kam mir immer wieder der Gedanke in den Sinn, auszuwandern bzw. ein Jahr in einem anderen Land mit komplett verschiedener Kultur und Arbeitsweise zu verbringen.

Gemeinsam mit meinem Partner zog es uns dann nach Canada. Da ich mein Studium im Juli letzten Jahres abschloss, lag es auf der Hand, das Auslandsjahr gleich im Anschluss zu absolvieren. Also begannen wir mit der Planung. Zuerst hatten wir alles Mögliche im Kopf, von Fischkuttern, über Bohrinseln bzw. Ölkonzernen zu riesigen Farmen und Pferderanchen.

Durch die Österreichische Landjugend kamen wir dann konkret auf Betriebe in Saskatchewan. Da wir natürlich auch gemeinsam auf einen Betrieb wollten, gestaltete sich die Suche eher schwierig. Geplant war, Anfang August in Canada zu sein, erst 3 Wochen vorher erhielten wir schlussendlich 3 verschiedene Betriebe, welche uns für die Zeit beheimaten wollten. Also schnell noch Flug buchen, und ab in die Ferne.

 

1.         Betrieb- Saatgutproduzent

Unser erster Boss ist Saatgutproduzent und lebt alleine auf seiner Farm in der Nähe von Oxbow, Saskatchewan (3h östlich von Regina und sehr nah an der Grenze zu den USA, ND). Er bewirtschaftet insgesamt 4000 acres, das sind 1600 ha. Winterweizen, Sommerweizen, Linsen, gelbe und grüne Erbsen, Flax/Lein, Raps und Hafer sind dieses Jahr die Ernteprodukte.

Die Sauberkeit und das sorgfältige Bedienen der Maschinen nimmt einen wesentlichen Teil der Saatgutproduktion ein. Zudem muss über alle Produktionsschritte Buch geführt werden, um eine lückenlose Nachverfolgbarkeit des Saatgutes gewährleisten zu können.  Viele Farmer wirtschaften jedes Jahr so vor sich hin, sind oftmals hin und her gerissen, ob sie die Farm schon noch aufrecht erhalten sollen. Unser Chef jedoch hat sich der Produktion von Qualitätssaatgut  verschrieben, und möchte auch, wenn möglich, jedes Jahr ein bisschen mehr wachsen.

Die Arbeiten am Hof sind sehr umfangreich und verlangen einem ziemlich viel ab. So kann ein schöner Erntetag  schon einmal auf  20 bis 22 Stunden kommen. Aber wie soll man sonst 4000acres (1600hektar) bewirtschaften, wenn man nicht lange Tage in Kauf nimmt. Es ist sehr spannend, sei es das kanadische Leben, die riesigen Maschinen und Traktoren zu fahren, die endlos scheinenden Flächen zu bestellen oder einfach nur breite Schotterstraßen ohne auch nur den Hauch einer Kurve auf und ab zu fahren!

Als wir im August hier ankamen, konnten wir uns das alles noch gar nicht so vorstellen. Aber man wird alsbald mit der Arbeit vertraut und wächst schnell in seine Aufgaben hinein! Zum Bearbeiten der Flächen braucht man viele diverse Maschinen und Geräte, welche wir aus Tirol nicht unbedingt kennen, beziehungsweise verwenden. Zum einen, weil die Flächen zu klein für diese riesigen Gerätschaften sind, zum Anderen, weil die meisten Flächen zu steil sind, oder einfach nur, weil ,,insa dahoam,, nicht unbedingt bekannt ist, für Ackerbau. In betrieb waren auf unserer Farm Traktoren mit 485 Pferdestärken, 2 nagelneue Case Mähdrescher, ein Swather- ein Mäher mit 16m Arbeitsbreite, welcher die Schwad in der Mitte zusammenführt, Lkw´s- mit den bekannten Schnauzen- die hier als Trucks bezeichnet werden, selbstfahrende Sprayer mit 36m Arbeitsbreite oder Sähmaschinen mit 20m Arbeitsbreite, Überladewagen- auch Grain Cart genannt (Ladevolumen:880 bushel = ca. 31m³) , und noch viele mehr.

Nach einer Rekordernte verließen wir den ersten Betrieb und wanderten ein wenig weiter in den Norden, nach Montmarte- Paris in the Praries genannt, auf einen gemischten Betrieb.

 

2.         Betrieb- Rinder und Getreidefarm kombiniert

Wir hatten das Glück, den Winter über bei einer jungen Familie „Unterschlupf“ zu finden.

Wie Alles in Canada, ist auch das Arbeiten mit Kühen etwas anders. Allein schon die Dimensionen! Auf diesem Betrieb sind gut 200 Kühe mit ihren Kälbern, 7 Zuchtstiere, sowie 8 Schweine, 30 Hühner, Puten und  Enten für den Eigengebrauch und Hund, Katz und Maus zu Haus.

Um all die Tiere zu füttern werden 25 Quarter also:  1625 ha bewirtschaftet, wobei ca die eine Hälfte als Weide dient und die andere zur Getreideproduktion, welches wiederum großteils verfüttert wird. Ein geringer Teil wird jedes Jahr gereinigt und als Saatgut fürs nächste Jahr aufbewahrt. Der Rest wird verkauft, sofern etwas bleibt. In den Sommermonaten werden neben der Getreideernte von Weizen, Hafer, Gerste, Linsen, Flax und Raps ca 1500 Heuballen gepresst. Diese werden draußen gelagert und sind somit jeder Witterung ausgesetzt. Nur die ersten Schichten des Heuballens werden durch die Nässe angegriffen, was aber nicht unbedingt den Geschmack trübt, die Kühe freuen sich immer sichtlich auf einen Ballen, wie unsereiner auf ein Stück Schokolade.

Nicht nur die Heu und Strohballen, auch die Kühe sind mehr oder weniger jeder Witterung ausgesetzt. Zwar gibt es Unterstände für die Kälber, nachdem sie von den Kühen  separiert wurden, und auch für die kleine Herde, in der Tiere, welche zu schwach oder zu klein sind, Platz finden, aber nicht für den Großteil der Kühe.

Ein Teil der Weide rund um den Yard wurde mit Mais bepflanzt, ein anderer mit Hafer. Der Mais lag teilweise in Schwaden, teilweise stand er unberührt da und diente den Rindern bis ca. Jänner als Futterquelle.

Wir haben den Kältesten Winter seit Jahren live miterlebt, Temperaturen um Minus 56 Grad Celsius.  =)

 

3.         und letzter Betrieb- Rinderzuchtbetrieb und Getreidefarm.

Zurzeit befinden wir uns auf dem Zuchtbetrieb der Familie Fornwald, in Lampman Saskatchewan. Dieser Betrieb hat eine Besonderheit, letztes Jahr haben die Chefleute ihre komplette Herford Herde mittels einer Hofversteigerung verkauft, und 270 Kühe der Rasse Simmental neu gekauft.

Der Sohn und der Vater bewirtschaften gemeinsam 2 Höfe mit ca. 3000ha Fläche, wovon 1/3 Weide, 1/3 Ackerfläche und 1/3 Wiesen zur Heuernte sind.

Zudem haben sie sich auch der Aufzucht von besonders wertvollen, genetischen Stieren verschrieben. So hatten sie das Glück, letztes Jahr einen Stier für 82.000 CAD also ca. 55.000€ zu verkaufen.

Embryotransfer liegt auch ganz hoch im Kurs, so hatten wir auch die Chance, beim Spülen und Einsetzen der Embryos in die Spendertiere zu assistieren und dieses Phänomen auch mal live zu sehen.

Die Saatzeit hat auch schon begonnen, durch den harten Winter hat es sich zeitlich ein wenig verschoben, doch die Farmer sind sehr zuversichtlich, eine gute Ernte wie letztes Jahr zu erreichen.

Neben der Aufgabe Nr 1: Säen und Sprayen werden auch noch die verschiedensten Dinge erledigt: Flaxstrohballen pressen, Rock picken, Land rollern, Stiere für den Sale stylen und und und. 

Unser Aufenthalt neigt sich schon dem Ende zu, ein Jahr ist fast zu kurz, um einen Einblick in die Landwirtschaft Kanadas zu erhalten.

Wir haben beschlossen, es wird nicht unser letzter Aufenthalt im Land der unendlichen Weiten sein, sei es nur zu Urlaub oder bis zum Alt und Grau werden.

Auf http://praktikum.landwirt.com/ kann man unsere Geschichten in einem Art  Praxistagebuch verfolgen und mehr über die vielfältige Landwirtschaft und Lebensweise erfahren.

Gerne geben wir euch auch mehr Auskünfte zur Planung eines Auslandsaufenthaltes, Infos zum Leben in Canada usw.

Unsere Mail-Adresse: Christina.Suchan(!at)gmail.com

Veröffentlicht am 26. Mai 2014

Familienmusik Lassacher in Rom - Nationalfeiertag 2014

Der Familienmusik Lassacher aus Öblarn wurde die Ehre zuteil, in der Ewigen Stadt Rom beim Nationalfeiertagsempfang des Österreichischen Botschafters beim Heiligen Stuhl steirische Klänge zu spielen.

Beide Eltern, Franz Lassacher, MJ 1991 5A, und Andrea, geborene Zamberger-Pircher MJ 1994 S4, haben in Raumberg maturiert.

Zum Bericht auf der Seite des Außenministeriums

HP - 30. Oktober 2014

Franz Titschenbacher MJ 1983 B Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark Jänner 2014

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3500198/titschenbacher-neuer-praesident-landwirtschaftskammer.story